SmartRegio

Smart Regional Strategy

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Unser letzter Projektauftritt

Am 19.09.2017 fand in Ludwigshafen der letzte offizielle Auftritt des Projekts SmartRegio statt. Im Rahmen der Roadshow Smarter Mittelstand konnten wir unsere Projektergebnisse präsentieren und einige interessante Gespräche am Stand führen. Für Fragen zu SmartRegiokönnen Sie sich weiterhin gerne an uns wenden.

Stand des BMWi (Quelle: Smart Data Forum)
Vortrag SmartRegio (Quelle: Smart Data Forum)
Im Gespräch (Quelle: Jose Poblete für Convent Kongresse GmbH)

 

Smart GeoData Workshop in Kaiserslautern

Am 07.09. fand das SmartRegio-Projekt mit dem Workshop „Smart GeoData – von raumbezogenen Daten zu regionalem Wissen“ seinen Abschluss. Er zeigte den Weg vom einfachen (Geo-)Datum über seine Verarbeitung und Darstellung bis hin zur Ableitung konkreter Erkenntnisse und Strategien. Zudem gaben unsere externen Referenten, Herr Professor Nagel und Eike Richter Einblick in die Potentiale, die in urbaner Geoinformation stecken.

Urban Plattform Hamburg

In Hamburg, so stellte Eike Richter eindrucksvoll dar, ist das Thema Smart Geodata inzwischen in eine digitale Gesamtstrategie eingebettet. Da dort mehrere administrative Ebenen zusammenfallen sind Entscheidungswege ohnehin kürzer und einfacher als in Flächenländern. Das Ziel der Hamburger geht aber viel weiter. Man plant ist eine urbane Plattform, die Open Data, e-Government, e-Learning und e-Participation zusammenführt und dabei einzigartige Synergien ermöglicht. Ein Grundsatz ist „Digital First“. Künftig soll der digitale Weg sowohl für die Interaktion mit dem Gemeinwesen, als auch für den Prozess Vorrang haben. Im Extrem kann ein komplexer Verwaltungsvorgang wie eine Baugenehmigung vollständig digital erfolgen. Den Herausforderungen, vor denen Hamburg damit steht, werden sich andere Kommunen, andere Länder und der Bund aber auch Unternehmen in bald ebenso stellen müssen. Wem gehören Daten? Was oder wer ist die urbane Plattform? Wer ist für automatisierte Entscheidungen verantwortlich?

Geodatenvisualisierung für den Bürger

In Geoinformationen, so zeigte der Vortrag von Professor Nagel, steckt auch ein großes kreatives Potential. Dabei wird im Grunde das älteste Ziel von Geodatenverarbeitung konsequent weiterverfolgt: Die Vermittlung räumlich-zeitlicher Zusammenhänge auf anschauliche Weise. Dabei sind großartige Lösungen entstanden. Sie zeigen die pulsierenden Stöme aus Menschen, Fahrzeugen und Ressourcen und ihren natürlichen Rhythmus. Sie illustrieren, wie unsere Tagesabläufe diesen Puls bestimmen und wie Ereignisse darauf einwirken. Und sie regen den Bürger zum Spielen an und erzeugen bei ihm Interesse an Themen, die sonst unter Stadtplanern und Verkehrsexperten diskutiert werden.

Impressionen

Visualisierung urbaner Mobilität
Vortrag von Prof. Till Nagel über die Darstellung urbaner Mobilität.
Wie tickt meine Stadt
Vortrag zur Auswertung von Social Media und soziodemographischen Daten von Dr. Martin Memmel.
So sieht's aus...
Visualisierung smarter Geodaten von Christian Nickel.
Strategie digitale Stadt der Stadt Hamburg
Vortrag von Eike Richter über die Digitalisiierungsstrategie der Stadt Hamburg.
Big Data heue
Vortrag von Roman Korf mit schwerpunkt komplexer Verarbeitungsketten und Anonymisierung.
Anmoderation
Anmoderation des Workshops und Einführung ins Thema von Richard Wacker.
klassische Geodatenverarbeitung
ETL mit Talend

Materialien

Die Materialien können Sie hier herunterladen.

 

 

Workshop „Von Geodaten zu regionalem Wissen“ – SmartRegio lädt ein

Gute Entscheidungen benötigen Wissen. Dabei setzen Großunternehmen auf professionelle Datenangebote und Prognosen und eigene Experten. Regionale Unterschiede sind für sie weniger wichtig, denn lokaler Erfolg und Misserfolg gleichen sich aus. Hingegen spielen regionale Unterschiede für kleinere lokal aktive Unternehmen eine zentrale Rolle. Sie sind Chance und Risiko zugleich. Sie können der entscheidende Wettbewerbsvorteil gegenüber der großen Konkurrenz sein oder das genaue Gegenteil. Die systematische Erkennung solcher lokalen Unterschiede fällt jedoch schwer. Gerade feinräumige Daten sind selten und kostspielig. Über genügend eigene Daten und Experten verfügen kleine Unternehmen in der Regel nicht.

Aber es gibt eine Alternative zu teurer Demoskopie. Je stärker die Digitalisierung unseres Alltags voranschreitet, desto mehr Daten entstehen. Sie liegen bei Infrastrukturanbietern, Webplattformen, den Städten und Gemeinden und in sozialen Netzwerken. Das SmartRegio-Projekt hat ein System entwickelt, das diese Entwicklung nutzt. Es zieht kontinuierlich raum- und zeitbezogene Daten aus verschiedensten Quellen. Anschließend können diese Informationen flexibel zu neuen Ergebnissen kombiniert werden. Zu guter Letzt werden sie auf einfache und intuitive Art angezeigt. Zudem können sie im Zeitverlauf analysiert werden. Sie zeigen die Entwicklung.

Regionale Analyse der Bevölkerungsentwicklung
Voronoi Diagramm Photovoltaik
Talend Open Studio in SmartRegio
Die SmartRegio-Architektur

Wir laden Sie ein

Am 07.09.2017 laden wir Sie herzlich ans DFKI nach Kaiserslautern ein. Unter dem Titel „Von Geodaten zu regionalem Wissen“ stellen wir Ihnen regionale Datenauswertungen für Sie und Ihr Unternehmen vor. Es erwartet Sie ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Wir nehmen Sie mit auf die Reise ihrer Daten – von einfachen Rohdaten beliebiger Struktur bis zur Anzeige. Wir freuen uns auf Ihre Fragen. Wenn Sie gerne kommen möchten, laden Sie hier unseren Flyer herunter. Eine aktuelle Pressemitteilung unseres Konsortialpartners Disy Informationssysteme zum Workshop finden Sie hier.

 

 

 

Buchbeitrag „Smart Home, Smart Grid, Smart Meter – digitale Konzepte und das Recht an Daten“

In dem aktuell erschienen Buch von Oliver D. Doleski „Herausforderungen Utility 4.0 – Wie sich die Energiewirtschaft im Zeitalter der Digitalisierung verändert“ (Springer Verlag, https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-15737-1) widmet sich ein von Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann von der Forschungsstelle Datenschutz der Goethe-Universität Frankfurt am Main verfasster ausführlicher Beitrag den datenschutzrechtlichen Herausforderungen eines modernen Energiemanagements. Ein modernes Energiemanagement setzt auf ein intelligent gesteuertes Energieinformationsnetz, das Smart Grid. In diesem ist der Smart Meter, die intelligente Messstelle beim Nutzer, ein zentrales Instrument für den wechselseitigen Austausch von Informationen. Unter dem Titel Smart Home, Smart Grid, Smart Meter – digitale Konzepte und das Recht an Daten wird darauf eingegangen, welche datenschutzrechtliche Fragen diese gesetzlich forcierte Informationsströme aufwerfen. Der Beitrag stellt zentrale datenschutzrechtliche Leitlinien und Probleme vor und behandelt auch offene Fragestellungen.

Smart Grid vs. Smart Meter

Das Smart Grid bezeichnet ein in Echtzeit gesteuertes Energienetz und seine technischen Komponenten. Smart Meter sind hingegen Stromzähler, die den Stromverbrauch des Kunden feinaufgelöst erfassen, Messwerte übertragen und auch Verbraucher steuern können. Ihr hauptsächlicher Zweck ist die Umsetzung dynamischer Stromtarife, also Tarifen, bei denen auch der Strompreis auch vom Zeitpunkt des Verbrauchs abhängt. So lassen sich Anreize schaffen, Strom genau dann zu verbrauchen, wenn er bspw. durch Sonne und Windenergie, im Überfluss vorhanden ist. Ob beide Teile gekoppelt werden wird derzeit diskutiert. Die Verwendung der Smart Meter-Messwerte in der Netzsteuerung wäre zwar sinnvoll, ist aber auch mit Risiken verbunden. Erstens würden potentiell unsichere Geräte (Smart Meter) in ein hochsensibles Steuerungsnetzwerk eingefügt. Zweitens müssten die Messwerte einzelner Haushalte fein aufgelöst und in Echtzeit übertragen werden. Alternativ können auch die aggregierten Verbräuche auf der Netzebene zur Steuerung verwendet werden.

Datenschutz im Smart Metering und Smart Grid

Das Datenschutzproblem entsteht vor allem durch die Stromverbrauchsdaten privater Haushalte. Sie sind personenbezogene Daten und umso kritischer, je feiner sie erhoben und übertragen werden. Bei hoher Auflösung lässt sich daraus beinahe der gesamte Tagesablauf der Bewohner rekonstruieren. Zudem werden der Einbau des Smart Meters und die Datenerhebung für viele Betroffene zur Pflicht. Für SmartRegio sind diese Fragestellungen von erheblicher Relevanz. Auch bei der Smart Data Analyse werden solche Daten als Quelle betrachtet, also verarbeitet und genutzt. Und das Ziel ist die Erkennung von Mustern. Es stellt sich also erneut die Frage, ob, in welchem Umfang und unter welchen Bedingungen eine Analyse solcher Daten überhaupt zulässig ist. Dasselbe gilt für Daten aus dem Smart Grid. Zwar sind die Informationen in diesem Fall Summenverbräuche vieler Verbraucher, aber es sind zumindest Fälle denkbar, in denen Aussagen über Einzelpersonen oder Haushalten möglich sind.

SmartRegio zu Gast beim Smart Data Jahreskongress 2016

Am 14. November fand unter dem Titel „Mit Sicherheit Smart Data“ in den Räumen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) der diesjährige Smart Data Jahreskongress statt. SmartRegio war diesmal besonders prominent in der Paneldiskussion durch Prof. Indra Spiecker gen. Döhmann von der Forschungsstelle Datenschutz der Goethe-Universität Frankfurt am Main vertreten. Unter dem Thema „Smart Data – im Spannungsfeld zwischen Datenschutz und wirtschaftlicher Nutzung“ wurden insbesondere die rechtlichen Chancen und Risiken beleuchtet. Deutlich wurde bei der Diskussion, dass Smart Data Anwendungen auf eine Vielzahl rechtlicher Anforderungen treffen. Viele davon sind kaum im Nachhinein erfüllbar. Sie müssen schon bei der

Smart Data Jahreskongress Paneldiskussion

Foto: Nina Hrkalovic

technischen Entwicklung von Anfang an konsequent mitbedacht werden. Und man darf sich auch nicht auf das momentane Recht beschränken, denn ab 2018 tritt die neue Europäische Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) in Kraft. Diese folgt zwar in ihren Grundzügen dem bisherigen Recht, aber es gibt auch Neuerungen. So werden beispielsweise explizit Forderungen nach ‚data protection by design‘ und ‚data protection by default‘ gestellt. Für Software folgt daraus: Erstens soll die Einhaltung von Datenschutzregeln technisch sichergestellt werden. Das heißt im Idealfall kann sie nicht datenschutzwidrig eingesetzt werden. Zweitens soll sie standardmäßig nur ein Minimum an personenbezogenen Daten erfassen. Anwendungen, bspw. auf einem Smartphone, müssten danach ganz anders ausehen als heute. Alle Basisfunktionen müssen mit einem Minimum an persönlichen Daten auskommen. Alle Zusatzfunktionen, die Daten benötigen, müssten bei Installation grundsätzlich deaktiviert sein. Erst wenn der Nutzer zusätzliche Features bewusst aktiviert, dürften mehr Daten übertragen werden. Und im Backend müsste jede nicht vorgesehene Verwendung der Daten idealerweise technisch ausgeschlossen sein.

Smart Data Jahreskongress

Foto: Nina Hrkalovic

Für die Hersteller von Software folgt daraus: Juristen werden nicht erst gerufen, um eine fertiges Produkt zu begutachten. Sie sind fest in den Design- und Entwicklungsprozess eingebunden. In SmartRegio wird dies bereits getan. So wird die Berücksichtigung rechtlicher Normen in SmartRegio zielstrebig verfolgt und somit auch ein ‚Compliance-by-design‘ sichergestellt. Ein ständiger Austausch zwischen Technikern und Juristen ist damit sichergestellt. Insgesamt zeigte der Jahreskongress deutlich auf, dass Smart Data auch weiterhin ein dringendes Thema der kommenden Jahre ist, das die Gesellschaft vor neue facettenreiche Herausforderungen stellt.

 

Erste Fachtagung am Berlin Big Data Center

Am 15.11. fand die erste Fachtagung am Berlin Big Data Center (BBDC) im Smart Data Forum in Berlin statt. Das BBDC, das ScaDS in Dresden und das SDIL in Karlsruhe sind die drei deutschen Kompetenzzentren für Big respektive Smart Data. Sie bieten Unterstützung für Forscher und Unternehmen für vielfältige Big respektive Smart Data Vorhaben. Das Ziel: Deutschland soll den Anschluss an die USA nicht verlieren. Angesichts des Vorsprungs und der ungleichen Rahmenbedingungen ist das ein durchaus hoher Anspruch. Veranstaltungen wie diese sollen die Erkenntnisse der Kompetenzzentren verbreiten und auf das Angebot aufmerksam machen. Auch SmartRegio hat daran teilgenommen und viel interessantes erfahren.

Big Data – ein Fall von Fachkräftemangel

In seinem Vortrag ging Professor Markl auf die eigentliche Herausforderung hinter Big Data ein. Die klassischen 4 V’s (Volume = Datenmenge, Variety=Variablilität, Velocity=Verarbeitungsgeschwindigkeit und Veracity=Richtigkeit) beschreiben diese nur unzureichend. Herausfordernd ist die Suche nach komplexen Zusammenhängen in verschiedensten Fachbereichen. Für Big Data-Problemstellungen wird ein ungewöhnliches und seltenes Expertenprofil benötigt. Der sogenannte Data Scientist muss Fachwissen in der Anwendungsdomäne, Kenntnisse über die mathematisch-statistischen Basismethoden des Machine Learning und die Optimierung solcher Verfahren auf einer Parallelarchitektur besitzen. Insbesondere letztere Fähigkeit ist hochspeziell und selten. Am Berlin Big Data Center (BBDC) wurde deshalb schon vor mehreren Jahren versucht, Codeoptimierung zu automatisieren. Inzwischen ist daraus das Open Source-Projekt Apache Flink geworden, dass sich in Benchmarks auch gegen manuell optimierten SPARC-Code behaupten kann und durch eine weltweit wachsende Open Source Community vorangetrieben wird.

Fortschritte in Machine Learning

Der zweite Vortrag von Prof. Dr. Klaus-Robert Müller behandelte zunächst effizientere Ähnlichkeitsanalysen im Machine Learning. In SmartRegio werden bspw. komplexe geo-temporale Datenmuster gesucht. Durch locality-sensitive hashing (LSH) werden Datenelemente in Töpfe einsortiert, deren Elemente bereits ähnlich sind. Auf diese Weise kann der Vergleich auf Elemente einzelner Töpfe reduziert werden, das Verfahren ist schnell, parallelisierbar, und durch verschiedene Hashfunktionen ist die Vorbereitung derselben Daten für mehrere Analysen in einem Arbeitsschritt möglich. Anschließend wurde effiziente back-propagation in neuronalen Netzen vorgestellt. Sie deckt entscheidungsrelevante Kriterien trainierter neuronaler Netze auf. In SmartRegio können neuronale Netze beispielsweise für Prognosen über die regionale Entwicklung eines bestimmten Marktes genutzt werden. Natürlich sind aber die dafür relevanten Charakteristika eines Areals äußerst interessant. Lassen sich diese beeinflussen lassen, kann ein Markt gezielt aufgebaut werden.

Big Data auf Graphen und im Data Mining

Viele Daten sind heute in Graphen repräsentiert. Auf SmartRegio trifft das insbesondere auf Social-Media Daten zu, aber auch andere Daten sind über räumliche, zeitliche und sachliche Zusammenhänge verknüfbar und erzeugen so Graphstrukturen. Data Mining-Verfahren wie der Apriori-Algorithmus für Sequenzen sind diesen Ansätzen sehr ähnlich. Es geht um abstrakte Muster bspw. häufigen Teilgraphen oder im letzteren Fall Pfaden. Die zugrundeliegenden Verfahren arbeiten sequentiell, Teilgraphen oder Sequenzen werden schrittweise erweitert und die Häufigkeit neu bestimmt. Dabei entstehen viele Zwischenergebnisse und Elemente müssen häufig vielfach verarbeitet werden, was den Aufwand enorm erhöht. Mit Gradoop entwickelt die Universität Leipzig an einer Erweiterung von Flink, die solche Problemstellungen auf Rechnerclustern bearbeitet. Zunächst werden statische Graphen analysiert, aber künftig sollen auch dynamische Graphen, wie sie bspw. in sozialen Netzen typisch sind, mit einbezogen.

Big Data in SmartRegio

Viele der eingesetzten Verfahren sind potentielle Erweiterungen der Datenintegrations- Auswertungsebene des SmartRegio-Systems. Auch wenn sich das Projekt bereits in der Abschlussphase befindet, werden technische Neuerungen von uns weiter aktiv verfolgt und eingesetzt, sofern sich das noch im Projektzeitraum realisieren lässt.

SmartRegio: Strategische Datenanalyse für den Mittelstand

SmartRegio ist am 07.11. in der Meistersingerhalle Nürnberg bei der Roadshow smarter_mittelstand d1gitalisierung 4.0. Am Stand unseres Projektpartners, des DFKI stellen wir Ihnen strategische Datenanalyse für den Mittelstand vor.

Strategische Datenanalyse als Erfolgsfaktor

Mittelständler sind häufig stark in ihrer Region verwurzelt. Aber kennen sie Ihr Umfeld? Bekommen sie alles mit, was Ihre Kunden bewegt und verändert? Viele Großunternehmen nutzen seit Jahren Datenanalyse als Schlüssel für wirtschaftlichen Erfolg. Von Anfang an werden die räumliche Lage, die Lage der Kunden, deren Bedürfnisse, die Standorte der Wettbewerber, deren Strategie, deren Angebot und Service genau analysiert. Der Umsatz eines neuen Geschäfts kann so bis auf wenige Prozent ermittelt werden – lange bevor die Tür steht, durch die der Kunde eintritt. Auch später  beantworten Daten viele wichtige Fragen. Schöpfe ich mein Potential gut ab? Was machen andere besser? Wo und wie könnte ich noch wachsen? Wie muss ich mich präsentieren?

Schwaches Angebot für den Mittelstand

Den Datenmarkt dominieren bisher wenige Anbieter. Deren Daten sind teuer, denn sie werden speziell erhoben und aufwändig ausgewertet. Aber sie verlieren auch schnell an Gültigkeit und hohe Einstiegspreise garantieren keinesfalls einen hohen Nutzen. Ein Vergleich verschiedener Daten, deren schnelle Zusammenführung, Ergänzung mit weiteren Informationen und ihre Betrachtung im Zeitverlauf sind kaum möglich. Daher sind die Angebote gerade für Mittelständler eher ungeeignet. SmartRegio setzt hingegen auf ständig verfügbare und kostengünstige Datenquellen und soll damit strategische Datenanalyse für den Mittelstand ermöglichen. Wir möchten Ihnen sagen können, ob Ihr Standort, Ihr Portfolio, Ihr Service morgen noch attraktiv sind. Im Vordergrund stehen dabei:

  • Vereinheitlichung und Vergleich vieler Daten,
  • Erkennung lokaler Trends,
  • Bedarfsabhängige Preismodelle,
  • Intuitive Bedienung.

SmartRegio unser Beitrag zur Digitalisierung

Viele Mittelständler haben Daten. Ihre Kontaktpunkte zu Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern spiegeln eine Entwicklung wieder. Sind sie sich dessen bewusst? Für sich genommen ist der Nutzen selbstverständlich begrenzt. Betrachten wir sie im Kontext, bekommen sie Bedeutung und verleihen Ihrem Unternehmen Augen und Ohren für die Bedürfnisse ihrer Kunden. Teilen Sie uns Ihre Anforderungen mit und wir zeigen Ihnen, was wir bald für Sie tun können.

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

Dann sprechen Sie uns an! Wir freuen uns darauf!

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Smart Data Sicherheit und Recht in Berlin

Letzte Woche fanden sich in den Räumen des Smart Data Forums in Berlin die Projekte des Smart Data Programms zusammen. Es ging um gemeinsame Herausforderungen in den Bereichen Sicherheit und Recht. Die Ergebnisse haben für zwei Beiträge gereicht. Hier präsentieren wir den ersten Teil.

IT-Grundschutz – Sicherheit für Smart Data

Der IT-Grundschutz ist ein vom BSI erarbeitetes Basispaket für IT-Sicherheit. Er enthält Maßnahmen, Techniken und Standards für sichere IT-Systeme und dient damit zunächst als Nachschlagewerk. Zugleich bildet er die Grundlage für eine Zertifizierung. Zertifikate spielen inzwischen eine wichtige Rolle. Sie dienen als Nachweis für Sicherheit und werden durch Gesetze, wie die neue Datenschutzgrundverordnung, aber auch unabgängig davon verlangt. Bei SmartRegio kommt beides zusammen. Die Plattform muss IT-Sicherheit garantieren – sowohl aus Vertrauens- als auch aus Datenschutzgründen. Der Katalog ist in Module zu speziellen Arten von Diensten und Anwendungen unterteilt. Für SmartRegio sind unter anderem die Abschnitte zu Webanwendungen, Protokollierung und Web-Services relevant. Anschließend werden Gefahren genannt und Maßnahmen empfohlen. Bislang mussten genau diese Maßnahmen umgesetzt werden. Neuerdings gilt das nicht mehr. Dadurch entstehen Spielräume für eine Lösung in SmartRegio, die Sicherheit mit Praxistauglichkeit verbindet.

Das Smart Data Datenschutzmodell

Der Workshop zum Datenschutzmodell behandelte den Unterschied zwischen Datenschutz und Datensicherheit. Der Datenschutz schützt Menschen vor dem Missbrauch ihrer Daten. Hingegen schützt Datensicherheit Daten vor bösen Menschen (Angreifer) und Verlust. Den Schutz des Systems und der Daten vor bösen Menschen fordern beide. Aber im Gegensatz zur Datensicherheit, kann es datenschutzrechtlich nötig sein, Daten zu löschen oder zu verändern. Und dieser Widerspruch betrifft nicht nur die Datensicherheit, sondern bei SmartRegio gleichzeitig das Ziel des Systems – die Analyse. Es geht also um einen Kompromiss aus Sicherheit, Rechtskonformität und Aussagekraft der Daten. Die Sicherheit gegenüber Angreifern kann beispielsweise durch Einhaltung der Vorgaben des IT-Grundschutzes geschehen. Damit Rechtskonformität und Aussagekraft der Daten gewährleistet bleiben, braucht es mehr. Für jede Datenquelle klar sein, wie (datenschutzrechtlich) kritisch sie ist, weshalb, ob man kritsiche Teile weglassen, verändern oder ersetzen kann. Ein Katalog solcher Fragen wurde im Workshop erarbeitet. Die Projekte müssen sie beantworten.

Datenschutz und Smart Data in der Praxis

Bei SmartRegio haben wir uns viele dieser Fragen schon gestellt. Die Stadt Kaiserslautern hat sogar den Landesdatenschutzbeauftragten gefragt. Zu unserer Überraschung fand man hochauflösende Luftaufnahmen, die wir nur als Hintergrund verwenden, problematisch. Natürlich sagen die Lage, das Grundstück, das Haus und der Garten viel über die Bewohner aus. Dennoch zeigt es den schweren Stand deutscher Smart Data-Projekte im Vergleich zur US-Konkurrenz. Bei Bing und Google genügt ein Klick, um solche Aufnahmen von beinahe jeder Straße zu bekommen. Und alle Google, Microsoft oder auch Apple verfügbaren Daten zusammen genommen reichen aus, um Einzelpersonen sowohl in der digitalen als auch in der realen Welt nahezu überall auszuforschen.

Smart Data – Daten als Wirtschaftsgut

Im zweiten Teil unseres Berichts geht es erneut um die rechtliche Betrachtung von Smart Data. Im Zentrum steht die Vision von Daten als Wirtschaftsgut und die Auswirkungen auf bestehende Rechte an Daten wie dem Urheber- und dem Datenschutzrecht.

Daten als Wirtschaftsgut

Die meisten Smart Data Projekte behandeln Daten als Wirtschaftsgut. Daten unterliegen in vielen Fällen dem Urheberrecht. Wer nicht Urheber oder von ihm berechtigt ist, img_0047 darf sie nicht nutzen. Im Vortrag „Urheberrechtsschutz von Snippets – Die Folgen für Webcrawler“  von Patrick Bunk (Geschäftsführer von uberMetrics Technologies GmbH), ging es um Snippets – kleine Auszüge aus digitalen Inhalten, wie wenige Wörter eines Textes, Bilder aus einem Video oder Fragmente eines großen Datensatzes. Sie werden in Trefferlisten von Suchmaschinen angezeigt, sind aber Teil eines geschützten Werks. Darf man sie verwenden? Das Leistungsschutzrecht, welches inzwischen europäisch umgesetzt werden soll, stellt das in Frage. uberMetrics wurde deshalb bereits verklagt. Und diese Unklarheit schadet nicht nur Diensten wie uberMetrics oder SmartRegio, sondern auch Urhebern und Verwertern, denn Suchmaschinen sind das Schaufenster des Internets. Was dort nicht auftaucht, wird kein Nutzer finden.

Handel mit Freiheit und Privatsphäre

img_0077Der Vortrag von Prof. Picot widmete sich der Frage nach dem Handel mit personenbezogenen Daten in Zeiten von Smart Data. Prinzipiell werden damit  Privatsphäre und Freiheit zum handelbaren Wirtschaftsgut. Nach seiner Einschätzung ist der Austausch von Grundrechten wie Freiheit gegen Geld jedoch nichts neues. Grundrechte werden bereits gehandelt. Jeder Arbeitsvertrag bedeute genau das. Der Arbeitnehmer erhält Geld dafür, dass er auf Freiheiten verzichtet – sowohl während der Arbeitszeit, als auch außerhalb des Unternehmens. Aber ebenso wie bei der Lohnarbeit müsse es Grenzen für diesen Verzicht geben. Außerdem müsse sichergestellt sein, dass der Handel fair abläuft. Darin läge die Aufgabe des Staates und des Rechts.

Das Ende der Zweckbindung

img_0080Peter Schaar, ehemaliger Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit hielt am Freitag ein  Referat unter dem Titel: „Smart Data – Ende der Zweckbindung?“ Nach diesem Grundprinzip des Datenschutzrechts dürfen personenbezogene Daten nur zu einem konkreten, legitimen und transparenten Zweck verwendet werden. Das Ziel ist informationelle Selbstbestimmung. Jeder soll wissen, was mit den eigenen Daten geschieht, um darauf Einfluss nehmen können. Genau hier könne man ansetzen, um Smart Data rechtskonform zu gestalten. Die Gestaltung muss sich an den Zielen messen. Erstens müssen die mit einer Analyse verfolgten Zwecke legitim sein. Zweitens muss eine Person wissen, das und welche Daten verwendet werden und durch wen. Drittens muss die Person auf die Verwendung Einfluss nehmen können. Der Datenschutz wirkt dann nicht mehr als Innovationshemmnis, sondern als Richtschnur für ihre Gestaltung im Sinne eines gesellschaftlichen Nutzens.

Unser Fazit

Die Eindrücke sind für Smart Regio wertvoll. Sie zeigen einerseits, dass viele rechtliche Rahmenbedingungen von Smart Data noch längst nicht geklärt sind. Und die Erkenntnisse gehen darüber hinaus. Im Zentrum steht nicht eine Debatte über Paragraphen, Absätze oder Ziffern im Gesetz. Es geht um die Entscheidung, wie der intelligente Massendatenanalye einen Nutzen für Einzelne und die Gesellschaft stiften kann. Technische Innovation soll nicht verhindert, sondern so gestaltet werden, dass kein  Daten Wild-West-Szenario entsteht. Für SmartRegio hat es sich ausgezahlt, dass wir solche Überlegungen schon bei der Entwicklung der Lösung einbeziehen.

 

Artikel „Compliance-by-Design-Anforderungen“ in ZD erschienen

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Datenschutz (ZD 2016, 267 ff.) befasst sich ein im Rahmen von Smart Regio entstandener Artikel ausführlich mit dem rechtlichen Phänomen von „Compliance-by-Design-Anforderungen. Hinter „Compliance by Design“ steht die Erkenntnis, dass rechtliche Anforderungen oft tief in die Prozesse und die Architektur einer Software hineinwirken. SmartRegio ist ein gutes Beispiel: Eine SmartRegio-Plattform die, auf bestimmte Daten angewandt, Recht bricht, ist illegal. Werden alle kritischen Quellen eliminiert, ist sie mögicherweise nutzlos. Soll sie differenzieren und so auch kritische Daten im Rahmen des Zulässigen nutzen dürfen, ist jeder Teil der Plattform betroffen, von der Integration über die Verarbeitung bis hin zur Visualisierung von Daten. Das erreicht man am ehesten, wenn rechtliche Anforderungen schon vor der eigentlichen Entwicklung im Systementwurf berücksichtigt werden. In einer solchen Lösung ist Rechtskonformität Teil des Designs, also Compliance-by-Design realisiert. Der Beitrag setzt sich damit auseinander:

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In der zunehmend datengeprägten und -zentrierten Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts sind Daten der neue Rohstoff. Steigende Speicherkapazitäten, immer schnellere Rechnergeschwindigkeiten, sinkende Kosten und eine immer stärker werdende Vernetzung und Digitalisierung ermöglichen es, große Datenbestände in immer kürzeren Zeiten zu analysieren und auszuwerten. Häufig werden damit die Begriffe „Big Data” bzw. „Smart Data” verknüpft. Gleichzeitig geht damit aber auch das Risiko einher, dass personenbezogene Daten Gegenstand derartiger Analysen und Auswertungen werden, sodass die Datenverarbeitung für die betroffenen Personen ein erhöhtes Gefahrpotenzial birgt. Deshalb müssen die rechtlichen Rahmenbedingungen und Anforderungen zwingend berücksichtigt werden, da nur rechtskonforme Lösungen zur gesellschaftlichen Akzeptanz neuartiger technischer Innovationen führen. Der Aufsatz untersucht daher das Phänomen „Smart Data” näher und geht insbesondere auf die Nutzung von Smart Data im Energiesektor ein.